Conni Holzer

Zuhause im Patriarchat

26.04. – 27.06.2024

Conni Holzer

Zuhause im Patriarchat

26.04. – 27.06.2024
Zuhause im Patriarchat
Was bedeutet es, in einer patriarchalen Gesellschaft zuhause zu sein, besonders für Mädchen* und Frauen*? Conni Holzer zeigt eine transmediale Auseinandersetzung mit Gewalt an Frauen* und Mädchen*. MEHR

Circa alle zehn Minuten wird weltweit ein Mädchen* oder eine Frau* von ihrem Partner, Ex-Partner oder von einem Familienmitglied getötet. Femizide sind keine Beziehungsdramen, keine Privatsache, auch wenn sie überwiegend im Zuhause und innerhalb intimer Beziehungen stattfinden. Sie sind ein strukturelles Problem. Durch die wohnraum-artige Installation mit Übermalungen von Performance Fotos weist Holzer darauf hin, dass hier das vermeintlich private politisch wird.

Künstlerischer Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Performance Kuana brengt mi ôm/Noone kills me Vol.2, die sich durch Angst über Traurigkeit bis hin zu Wut und Selbstermächtigung bewegt. Die Auseinandersetzung mit Angst, mit geerbten Traumata, mit Empathie und Solidarität gegenüber allen verletzten und getöteten Frauen* spiegelt sich in den Übermalungen von Performance-Fotos wider. In der Audio Installation überlagert sich Mantra-artig die Selbst-Versicherung, von niemandem getötet zu werden, ergänzt mit Beschreibungen wie 2021 und 2022 Frauen* und Mädchen* in Österreich ermordet wurden.


Fotos: Günter König / Nina Gangl / Verena Tscherner

 WENIGER
Conni Holzer

Conni Holzer ist transmediale Performance Künstlerin, Kunsttherapeutin und Artistic Researcherin. Die Vorarlbergerin studierte Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien, Kunsttherapie an der Akademie für Kunsttherapie in Wien und schloss 2023 den Master Performing Public Space an der Fontys Universität für Angewandte Kunst in Tilburg (NL) ab. Soziale Normen und Strukturen liegen im Fokus von Conni Holzers Arbeit. Beginnend bei individuellen Erfahrungen bewegt sie sich in ihrer Kunst von psychologischen Effekten bis zu den sozialen Ursprüngen. Sie verwendet das therapeutische und aktivistische Potential der Kunst um widersprüchliche, komplexe und vielschichtige Räume in unserem Denken, unserer Gesellschaft und dem Öffentlichen Raum zu erforschen.

Sabine Groschup

Daniela Trinkl &
Rachel J. Müller

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